Ein US-Leerverkäufer schickte die Aktien des indischen Konglomerats letzte Woche auf Talfahrt, diese hält seither an.
Durch den Ausverkauf rutschte Adani auf der Forbes-Liste der Super-Reichen mit einem geschätzten Nettovermögen von 76,8 Mrd. Die Agentur Bloomberg berichtete unterdessen, dass die Credit Suisse Anleihen von Firmen der Adani-Gruppe nicht mehr als Sicherheiten für bestimmte Kredite für Wertpapierkäufe an ihre Private-Banking-Kunden akzeptiere. Die Aktien der als Zentrum des Mischkonzerns gesehenen Firma Adani Enterprises stürzten zur Wochenmitte um mehr als ein Viertel ab. Die Titel von Adani Ports and Special Economic Zone fielen um knapp 20%, Adani Total Gas brachen um zehn Prozent ein. Die erfolgreiche Zweitplatzierung von Aktien im Wert von 2,5 Mrd. Insgesamt haben sich die Kursverluste seit den Betrugsvorwürfen gegen den Mischkonzern damit bis Mittwoch auf 84 Mrd.
Flog Gautam Adani wie Ikarus zu nahe an der Sonne? Letztes Jahr war der indische Industriemagnat noch der Gewinner unter den Superreichen dieser Welt. Während ...
Premierminister Modi drängt in Richtung erneuerbare Energien, und gleichzeitig investiert die Adani Group Milliarden in grüne Technologien, was dem Konzern erhebliche Gewinne eingebracht hat. Und was macht die Adani Group? Gegen Ende 2022 stiessen Anlegerinnen und Anleger die Aktien der Gruppe aufgrund der hohen Bewertungen ab. Und in Australien baut er gerade eines der grössten Bergwerke der Welt, das Steinkohlebergwerk Carmichael. Adani war einer der wichtigsten Unterstützer von Modi, der zuvor Chefminister von Gujarat war, bis dessen politisches Streben 2014 im Amt des indischen Premiers mündete. Adanis bisheriges Erfolgsrezept: Er baut auf Geschäftszweige, die Premierminister Narendra Modi als entscheidend für die Erreichung der langfristigen Ziele Indiens ansieht. In den vergangenen Jahren hat der reichste Asiat sein Konglomerat stetig ausgebaut, indem er sich in ziemlich unterschiedliche Bereiche vorgewagt hat, alles gebündelt in der Adani Group. Beide stammen aus dem westlichen Bundesstaat Gujarat – und schafften gemeinsam den Aufstieg: Adani als Unternehmer, Modi als Politiker. So besitzt der Konzern etwa Indiens grössten privaten Hafen- und Flughafenbetreiber, mehrere Rechenzentren und einen städtischen Gasversorger. Seine Adani Group ist ein Mischkonzern, zu dessen Geschäftsfeldern unter anderem Rohstoffe, Logistik sowie die Energieversorgung zählen. Direkt vor ihm liegt sein Landsmann und Konkurrent Mukesh Ambani, der mit seinem Konzern Reliance Industries in gleichen Geschäftsfeldern wie er aktiv ist. Unter dem Strich sind es seit Jahresbeginn laut Bloomberg knapp 50 Milliarden Dollar, die der Inder eingebüsst hat.
Der indische Unternehmer Gautam Adani gehört zu den reichsten Menschen der Welt. Nun sind schwere Vorwürfe gegen ihn erhoben worden.
Es sei ziemlich üblich in Indien, "dass man Verbindungen hat zu denjenigen, die an der Macht sind, und diese nutzt, um Kredite zu bekommen, und man nutzt sie auch, um die Aktien seines Unternehmens an der Börse zu steigern, durch Insiderhandel und verschiedene andere Dinge", so der Ökonom. "Mit dem Hauptziel, den anstehenden Börsengang von Adani Enterprises - dem größten Börsengang, den es je in Indien gab - zu schaden." Der indische Milliardär führt die Adani Group, ein multinationales Firmenimperium, das in vielen Bereichen sehr einflussreich investiert - auch im Auftrag der indischen Regierung: in Energieversorgung, den Abbau von Kohle, den Betrieb von Flughäfen oder auch in Medien. Die Adani-Gruppe weist die Vorwürfe zurück, spricht von rechtlichen Schritten gegen die Firma mit Sitz in New York. In seiner Rede kündigt Adani die "richtigen Investitionen" an: "Und ich verspreche Ihnen, dass wir in den kommenden Jahren die Skyline, die wir um uns herum sehen, verändern werden." Bei den Feierlichkeiten Anfang der Woche in der israelischen Hafenstadt Haifa genoss Gautam Adani die Aufmerksamkeit sichtlich.
Ein Shortseller-Team bringt den indischen Unternehmer und Milliardär Gautam Adani um Milliarden. Es soll um Betrug und Manipulation gehen.
Adani hat die Betrugsvorwürfe wiederholt zurückgewiesen. Seit Bekanntwerden der Anschuldigungen ist die Adani Enterpreise-Aktie um 28 Prozent eingebrochen. Nach dem extremen Ausverkauf der Aktie sei es „moralisch nicht korrekt“ gewesen, den Aktienverkauf fortzusetzen, so Adani.
Ärger für Adani Group. Der US-Leerverkäufer Hindenburg wirft ihr Bilanzbetrug und illegale Offshore-Geschäfte vor. Auch eine Schweizer Firma sei involviert.
Gautam Adani bezeichnete die Vorwürfe in einem über 400-seitigen Schreiben als «kalkulierten Angriff» und «nichts als Lügen». Später beteiligte er sich an Häfen und wurde zu einem der wichtigsten Kohlehändler der Welt. Monterosa weist die Vorwürfe als «haltlos» zurück. Es handelt sich um die Monterosa Group mit Sitz in Zürich. Die Firma lag nämlich in der Vergangenheit mit Vorwürfen gegen Unternehmen meistens richtig. Auslöser für die herben Verluste waren Vorwürfe des US-Leerverkäufers Hindenburg Research.
Abwärts auf der Liste der Superreichen: Das Firmenimperium des Inders Gautam Adani gerät an der Börse massiv unter die Räder.
Der jüngere Sohn Jeet ist Vizepräsident der Finanzabteilung der Adani-Gruppe. Er verließ die Schule vorzeitig und ging in die Diamantenindustrie. Zudem warf der Bericht Adani vor, Firmen aus Offshore-Steueroasen wie Mauritius und den karibischen Inseln missbräuchlich genutzt zu haben. Der Leerverkäufer hatte vergangene Woche in einem Bericht Zweifel an Zahlen zur Verschuldung und zu den Vermögenswerten des Konglomerats geäußert und erklärt, auf fallende Kurse bei der Adani Group zu wetten. Nach einer Attacke durch einen sogenannten Leerverkäufer ist der Aktienkurs seines Mischkonzerns Adani Group dramatisch auf Talfahrt. Vom Schulabbrecher zum zwischenzeitlich reichsten Mann Asiens - zumindest diesen Titel ist der indische Tycoon Gautam Adani aktuell los.