Die ZSC Lions glauben noch daran, dass sie die Halbfinalserie gegen den EHC Biel-Bienne aus dem…
Aber die ZSC Lions konnten gar nie in Überzahl spielen, weil die disziplinierten Bieler nie auf die Strafbank mussten. Nur der EV Zug agierte vor 16 Jahren in den Playoffs noch glückloser in der Offensive (0:4, 0:1 und 0:4 in den ersten drei Halbfinals gegen Bern). Die Suche nach Lösungen gegen dieses Biel, das so wahnsinnig schnell umschaltet, das mit langen Pässen in die Tiefe und in die Breite die Verteidigung der ZSC Lions auseinander reisst und im Abschluss äusserst effizient agiert, läuft auf Hochtouren. Die ZSC Lions gewannen damals gegen Biel im Viertelfinal, gegen Gottéron im Halbfinal und gegen Zug im Final elf der letzten zwölf Partien. Vor dem 3:5 vom Montag erzielte der ZSC zweimal gar kein Tor (0:1 und 0:4), nachdem er schon den letzten Viertelfinal gegen Davos nur 1:0 gewonnen hatte. Vor einem Jahr führten sie im Final gegen den EV Zug mit 3:0 und verloren anschliessend vier Partien hintereinander.
Die Zürcher liegen im Playoff gegen Biel 0:3 zurück. Weder Marc Crawford noch dem Club gelang es je, eine solche Hypothek wettzumachen.
«Wie isst man einen Elefanten?», fragt der 62-Jährige. «Time to hunt», steht auf den Pullovern der ZSC-Spieler. «Wir haben nicht eine Saison lang so hart gearbeitet, damit es nun so endet. Obwohl der Vergleich hinkt, sagt Baltisberger: «Machen wir es wie einst Micheli und ‹Zeiti›.» Gegen einen EHC Biel, der wie auf einer Mission scheint. Die Zürcher wissen selbst, dass es nicht die Entscheidung ist, verloren sie doch im letzten Jahr unter Rikard Grönborg den Final gegen Zug nach einer 3:0-Führung. Ich sah einige Strafen, die nicht ausgesprochen wurden», sagte Crawford, der zweimal den Ersatztorhüter Ludovic Waeber für einen Kurzeinsatz aufs Eis geschickt hatte, um eine zusätzliche Pause zu erzwingen. «Stück für Stück.» Eine Metapher, der sich Ex-ZSC-Trainer Larry Huras gern bediente. Der 31-Jährige war es, der bei Spielhälfte und nach 163 torlosen Minuten auf 1:2 verkürzte. Dreht der Gegner ab und rasselt in die Bande, sieht es so aus, als wären wir die grössten Übeltäter. Man kann die Strafe pfeifen, aber es ist bitter: Biel bekam drei Powerplays zugesprochen, wir keines. Nach der dritten Niederlage in Folge droht dem ZSC am Mittwoch in der Swiss-Life-Arena nun der Sweep, das Ausscheiden ohne einen Sieg.